Vorbereitung / Durchführung
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Allgemeines zur Vorbereitung und Durchführung des Hundebesuches

Eine gute Vorbereitung und Durchführung Ihres Besuches hat ganz wesentlichen Einfluss auf die Belastung Ihres Hundes. Sie sollten also immer genau darauf achten und bei Überlastung den Besuch unterbrechen oder sogar ganz abbrechen. Seien Sie versichert, man wird dafür immer Verständnis haben.

Hier einige Tipps und Regeln, die Sie beachten sollten:

  • Begrenzen Sie die Besuchsdauer auf maximal 45min - 1 Stunde. Sie werden erleben, dass Ihr Hund nach dieser für den Hund „endlosen“ Tortour fix und fertig ist. Das wird sich auch bei mehrmaligen Besuchen nicht gravierend ändern.
  • Beginnen Sie mit Besuchen möglichst bei Einzelpersonen oder suchen bei Gruppen möglichst die einzelnen Teilnehmer vorher schon einmal zum Kennen lernen einzeln auf.
  • Wenn Ihnen bei einem zugesagten Besuchstermin mal etwas dazwischen kommt oder Ihr Hund „schlecht drauf“ ist, sagen Sie ab. Schicken Sie niemals einen Vertreter! Sie und Ihr Hund sind ein festes Team, bei dem keiner austauschbar ist.
  • Leinen Sie Ihren Hund nur nach ausdrücklicher Zustimmung aller bei dem Besuch anwesenden Personen ab. Fragen Sie laut und vernehmlich zu Beginn jedes Besuches. Falls jemand widerspricht, platzieren Sie ihn so, dass er aus „sicherer“ Entfernung zuschauen kann. Im Zweifel sollte der Hund an der Leine bleiben!
  • Die besuchte Gruppe sollte aus nicht mehr als 10 – 12 Personen bestehen. Bestehen Sie beim Besuch von Schulklassen ggf. auf eine Teilung der Klasse in zwei Gruppen, die dann an zwei verschiedenen Tagen „bedient“ werden.
  • Platzieren Sie die Gruppe in einem möglichst großen Stuhlkreis, der mindestens zwei gegenüberliegende Lücken (Ausgänge) für den Hund oder Gruppenmitglieder haben muss ((Schul-)Tische außerhalb des Stuhlkreises platzieren. Sie bieten übrigens für ängstliche Besuchsteilnehmer einen guten etwas erhöhten Sitzplatz zum Zuschauen und versperren anderen dann nicht die Sicht).
  • Akzeptieren Sie, wenn Ihr Hund den Stuhlkreis verlässt und stellen sicher, dass er außerhalb des Stuhlkreises in Ruhe gelassen wird.
  • Platzieren Sie (außerhalb des Stuhlkreises) eine Hundedecke und eine Trinknapf mit Wasser für Ihren Hund. „Schwerstarbeit“ macht durstig und Ihr Hund braucht einen Platz zum Verschnaufen.
  • Sorgen Sie für Disziplin während des Hundebesuches (oder beauftragen ggf. Betreuer oder Lehrkräfte damit). Beginnen Sie den Besuch erst, wenn alle auf ihrem Platz sitzen und Ruhe eingetreten ist. Lautes Durcheinanderreden und Umherlaufen stresst Ihren Hund ungeheuer.
  • Stellen Sie die Regel auf, dass immer nur einer den Hund anlockt oder anfasst. Niemals mehrere Personen gleichzeitig! Greifen Sie immer sofort ein, wenn diese Regel nicht eingehalten wird (und dass passiert mit Sicherheit immer wieder einmal).
  • „Zwingen“ Sie niemals jemanden (erst recht keinen Ängstlichen) zur Kontaktaufnahme, Streicheln, Leckerligeben usw. (sanfte Motivation dagegen ist ok). Die Anspannung überträgt sich sofort auf Ihren Hund. Akzeptieren Sie widerspruchslos, wenn jemand nur aus „sicherer“ Entfernung zuschauen will.
  • Beziehen Sie ängstliche Personen in den Besuch mit ein, indem Sie sie z.B. Leckerli verstecken lassen statt sie aus der Hand zu füttern. Auch ein Stück Schlauch, durch das die ängstliche Person das Leckerli durchkullern lassen kann und Ihr Hund es dann vom Boden aufnimmt, hat sich hervorragend bewährt.
  • Entsprechen Sie dem oft geäußerten Wunsch, den Hund mal an der Leine führen zu dürfen nur auf einem möglichst umzäunten Gelände und niemals auf öffentlichem Straßenland. Bleiben Sie immer unmittelbar an der Seite Ihres Hundes (lassen Sie Ihren Hund schon gar nicht mit einer fremden Person „um die Häuser ziehen“). Ggf. bietet sich die Sicherung mit einer zweite Leine an, die Sie in der Hand halten.

In den Kapiteln

  • Hundebesuch in Grundschulen
  • Hundebesuch bei Senioren

    finden Sie detaillierte Beschreibungen und Tipps, die die unterschiedlichen, speziellen Anforderungen des besuchten Personenkreises berücksichtigen

    FFF-
    © Thomas Kumbier 06/2007