Hundebesuch Grundschule
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Hundebesuch in Grundschulen

Allgemeines:

Wenn Sie mit Ihrem Hund vorhaben mal eine Grundschulklasse zu besuchen, dann sollten Sie das nicht nur als „Streichelstunde“ gestalten, sondern den Kindern etwas über den Umgang mit Hunden beibringen. Dieses Thema ist ohnehin im Lehrplan unter „Haustiere“ enthalten und die meisten Lehrkräfte (und natürlich die Kinder) nehmen Unterricht am lebenden Objekt gerne an. Das aber stellt natürlich an Sie, den Hundehalter, etwas höhere Anforderungen.

Damit Sie nicht erst „studieren“ müssen, biete ich Ihnen hier ein Unterrichtskonzept (Lehrinhalte), Hilfsmittel für den Hundeführer und Material für die Kinder an. Diese Konzeption basiert auf einem „4-Wochen-Besuchsprogamm“, was schon zigfach an Berliner Schulen mit bester Resonanz von Kindern, Lehrkräften und Eltern praktiziert wurde.

Unterrichtskonzept:

Hundebesuch in Grundschulen (Besuchsprogramm):

Unter der Rubrik „Hundebesuch in Grundschulen (
Besuchsprogramm) finden Sie das Unterrichtskonzept so beschrieben, dass Sie es der jeweiligen Lehrkraft als „Ihr Angebot“ vorlegen können. Natürlich können Sie vereinbaren, dass weniger als vier Unterrichtseinheiten durchgeführt werden (weniger als 3 sollten es aber nicht sein, sonst kommen entweder die spielerischen Elemente oder die Lehrinhalte zu kurz). Aber Vorsicht: Eine Schulstunde (45min), die uns als Kinder oft unendlich lang vorkam, ist beim Besuch eines „echten“ Hundes irrsinnig kurz! Meist wird das ganze Programm in 4 Unterrichtsstunden nicht geschafft. Das hängt auch von der Klassenstufe, der Disziplin, der stofflichen Vorbereitung durch die Schule und der Routine von Ihnen und Ihrem Hund ab. Überfordern Sie sich hierbei nicht. Weniger ist oft mehr! Also Mut zur Lücke!

Der Haupt-Lehrinhalt für Grundschulbesuche besteht in der Vermittlung der

12 goldenen Regeln im Umgang mit dem Hund“. Dafür gibt es von verschiedenen Stellen kleine, gut illustrierte Broschüren, die Sie unter den folgenden Links finden können. Ich habe bis dato immer die der Firma Royal Canin verwendet, weil sie mir hinsichtlich Text und Bebilderung am ausgewogensten erschien (außerdem glaube ich, dass diese Broschüren von Kampe-PR sogar kostenlos bezogen werden können.

http://www.royal-canin.de/hund/der-hund/kinder-und-hunde.html

„Helfer auf vier Pfoten“
c/o KAMPE-PR
Karl-Schrader-Straße 6
10781 Berlin
Fax: 030 - 30 10 44 55

http://www.tierheim-spanien.de/hunderegeln/regeln.htm

http://www.vdh.de/alles_fuer_medien/presse/12_Regeln_fuer_den_Umgang_mit_Hunden.php

Hilfsmittel:

Unter der Rubrik “
Hilfsmittel” können Sie folgende Dokumente abrufen:

Leitfaden für das Vorgespräch mit der Lehrkraft:

Dieses Dokument soll Ihnen helfen bei einem evtl. stattfindenden Vorgespräch (was immer zu empfehlen ist) mit der Lehrkraft alle im Unterrichtskonzept angebotenen Lehrinhalte anzusprechen und dabei keines zu vergessen. Es handelt sich dabei um eine auf Stichwort-Form verkürzte Version des Unterrichtskonzeptes.

Auch die Verantwortungsteilung zwischen Hundeführer und Lehrkraft sowie Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung des Besuches sind dort enthalten.

„Spickzettel“ für den Hundeführer:

Hier wurde auf jeweils einer DIN A4 – Seite der Lehrinhalt, praktische Tipps für die Gestaltung des Unterrichts und vieles mehr von jeder der 4 Unterrichtsstunden so dokumentiert, das der Hundeführer nur ein Blatt als „Spickzettel“ auf dem Lehrertisch ablegen kann, um dann dort während der Stunde „spicken“ zu können.

Glauben Sie mir, das gibt selbst dem größten „Profi“ Sicherheit und vermeidet, dass etwas Wichtiges vergessen wird. Nehmen Sie sich während des Besuches die Zeit dort immer wieder mal raufzuschauen.

12 goldene Regeln im Umgang mit Hunden (Kärtchen):

Hiermit werden Ihnen die „12 goldenen Regeln“ so angeboten, dass Sie diese zwei Seiten mit Vor- und Rückseite ausdrucken und dann zu kleinen Kärtchen zerschneiden können. Die Texte sind der Royal-Canin Fibel wörtlich entnommen.

Wenn Sie die 12 Regeln im Unterricht besprechen, dann sollten Sie diese Karten immer parat haben und bei jeder besprochenen Regel die entsprechende Karte an ein Kind verschenken.

Die Kinder platzen vor Stolz und Sie wissen, wenn Sie keine Karte mehr übrig haben, dass Sie keine Regel vergessen haben zu besprechen. Ferner werden diese Kärtchen auch gern dafür benutzt, hinterher eine Fotowand zu gestalten, wo diese dann mit angepinnt werden können (evtl. überlassen Sie der Lehrkraft einen kompletten Satz Kärtchen zusätzlich, weil meistens welche verloren gehen. Das kommt besonders gut an!).

Ämtervergabe-Karten:

Hier werden Ihnen vier Ämtervergabe-Karten angeboten, die Sie entweder schon beim Vorbereitungsgespräch oder am Ende der jeweiligen Stunde an vier Schüler verteilen können. Damit beziehen Sie die Kinder verantwortlich mit in die Vorbereitung und Durchführung der Besuche ein. Es gibt folgende Ämter zu vergeben:

Mülleimer/Papierkörbe hochstellen -  Stuhlkreis aufstellen - Sauberer Fußboden   - Trinknapf bereitstellen

Abschiedsbrief:

Es hat sich gezeigt, dass die Kinder gerne eine Erinnerung an dieses außergewöhnliche Ereignis des Besuches von einem „echten“ Hund mitnehmen. Diesen Wunsch können Sie mit einem „Abschiedsbrief“ Ihres Hundes sehr leicht erfüllen.

Lassen Sie sich dazu rechtzeitig von der Lehrkraft die Vornamen aller Kinder, die teilgenommen haben aufschreiben. Wenn Sie für jedes Kind eine Fibel „12 goldene Regeln im Umgang mit dem Hund“ besorgt haben, dann bietet es sich an, den Abschiedsbrief dort einzulegen und jedem Kind am Schluss zu überreichen.

FFF-
© Thomas Kumbier 06/2007